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 PRK (Photorefraktive Keratektomie)
Bei der PRK-Technik (Photo - Refractive Keratectomy) handelt es sich um eine Methode, bei welcher ein Excimer-Laser verwendet wird, mit welchem mittels der Emission eines Ultraviolett-Laserstrahls mikroskopisch kleine Hornhautgewebepartikel der Oberfläche entfernt werden können.
Nach dem Entfernen der äußeren Hornhautschicht, dem so genannten Epithel, kann die Oberfläche der Hornhaut mit dem Laser verändert werden, wobei sie im Falle einer Myopie abgeflacht, bei einer Hypermetropie stärker gekrümmt und bei einem Astigmatismus geebnet wird.
Mit der PRK-Technik wird das Gewebe mit einer außergewöhnlichen Präzision von 1/3 Mikron (Tausendstel Millimeter) pro Strahl entfernt, die weder mit der menschlichen Hand noch mit einem anderen Mittel zu erreichen ist.
Diese Eigenschaft wird vor allem benutzt, um die zentrale Hornhautkrümmung zu „modellieren“. Auf diese Weise können Refraktionsstörungen wie die Myopie, die Hypermetropie und der Astigmatismus teilweise bzw. vollständig behoben werden.
Die verschiedenen Phasen bei dem Eingriff mit dem Laser:
1. Instillation von anästhetisierenden Augentropfen;
2. Positionierung des Patienten auf einer unter dem Lasergerät einstellbaren Operationsliege;
3. Anbringung eines kleinen Lidhalters;
4. Entfernung eines Teils der dünnen Oberflächenmembran der Hornhaut (Epithel) mit einem abgerundeten Instrument;
5. „Speicherung“ des Sehzentrums des Auges mit dem Eye-Tracker, wobei der Patient eine kleine rote Lichtquelle fixieren muss;
6. Die eigentliche Behandlung mit dem Laser;
- Im Falle einer Myopie sorgt der Laser für eine Abflachung der Hornhautkrümmung, wodurch der Fokus des Bildes erneut auf die Netzhaut verlagert wird;
- Im Falle einer Hypermetropie sorgt der Laser für eine Verstärkung der Hornhautkrümmung, wodurch der Fokus erneut auf die Netzhaut verlagert wird;
- Im Falle eines Astigmatismus modelliert der Laser die unregelmäßige Hornhautkrümmung, wodurch die verschiedenen Brennpunkte auf einen Punkt der Netzhaut fokussiert werden;
7. Medikation mit Augentropfen und Anwendung einer therapeutischen Kontaktlinse. In manchen Fällen wird eine Augenbinde oder ein Verband angelegt.
Der Eingriff mit der PRK-Technik wird in topischer Anästhesie (Augentropfen) durchgeführt und dauert nur wenige Minuten (etwa 2-3 Minuten bei der Deepithelisierung und etwa 1 Minute bei der Laserbehandlung). Der Eingriff ist schmerzfrei, einige Patienten klagen darüber, dass sie den Lidhalter als etwas unangenehm empfinden.
Das Epithel wächst nach und überdeckt den Abrieb der Hornhaut in 3-4 Tagen. In diesen Tagen muss das Auge durch eine spezielle Hornhautlinse geschützt werden. Während dieser Zeit kann das Auge brennen und der Patient das Gefühl haben, einen Fremdkörper im Auge zu haben. Darüber hinaus kann es zum Tränenfluss und zu einer Photophobie kommen. Nach dem Eingriff müssen eine zeitlang entsprechend der ärztlichen Indikation Augentropfen verwendet werden.
Das Sehvermögen regeneriert sich recht schnell, wobei es allerdings möglich ist, dass Patient während des ersten Monats Lichthöfe sieht bzw. eine vorübergehende Hyperkorrektur aufweist, durch die er Schwierigkeiten beim Sehen in der Nähe (im Falle einer Myopie) bzw. in der Ferne (im Falle einer Hypermetropie) hat. |
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